Arbeitsmarkt: Ungenutzte Arbeitskräftepotenziale in Deutschland – Demografischer Wandel und Arbeitskräftemangel erfordern intensivere Aktivierung der sog. „Arbeitsmarktreserve“

2,5 Millionen Erwerbslose, knapp 2,0 Millionen Unterbeschäftigte in Teilzeit, 1,7 Millionen Unterbeschäftigte in Vollzeit und 1,2 Millionen Personen in der Stillen Reserve stellen das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial im Jahr 2011. In einem Artikel in „Wirtschaft und Statistik“, April 2012, herausgegeben vom Statistischen Bundesamt ,Wiesbaden, beleuchtet Dr. Martina Rengers die ungenutzten Arbeitskräftepotenziale in Deutschland. Im Jahr 2011 wünschten sich nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung rund 7,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dabei unterscheiden sich die Formen des ungenutzten Arbeitskräftepotenzials zum Teil deutlich, insbesondere zwischen den Geschlechtern. Der Frauenanteil bei den knapp 2,0 Millionen Unterbeschäftigten in Teilzeit liegt bei 72 %, weil erwerbstätige Frauen deutlich häufiger in Teilzeit arbeiten als erwerbstätige Männer. Der Artikel geht besonders auf die Strukturen und Potentiale der “Stillen Reserve” ein. Erinnert sei in diesem Zusammenhang daran, dass aktuell 177.062 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet sind (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Eckwerte des Arbeitsmarktes, August 2012). Sie gehören zwar nicht zur Stillen Reserve, stellen aber als „Teilmenge“ der Erwerbslosen, ein nicht genutztes (oder gar unbekanntes) Potential dar, das aktiviert werden sollte. Der Artikel „Ungenutzes Arbeitskräftepotenzial in der Stillen Reserve“ hier: Rengers_Stille_Reserve_WiST_4_2012