ecoverde gewinnt Rudolf-Freudenberg-Preis 2013

In 2009 haben sechs Garten- und Landschaftsbaubetriebe aus Nordrhein-Westfalen zusammen den Integrationsbetrieb ecoverde in Essen gegründet. Zielsetzung des neues Integrationsbetriebes war es, einerseits die Gesellschafterfirmen bei Auftragsspitzen unterstützen und gleichzeitig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Grünpflegeaufträge auszuführen. Erste positive Erfahrungen mit Beschäftigten mit Behinderung und die Erkenntnis, dass sich das Geschäftsmodell auch wirtschaftlich trägt, führten bereits ein Jahr nach der Gründung zu weiteren Arbeitsplätzen und zur Einstellung eines Auszubildenden. Der Pilotcharakter dieses Essener Projektes sorgte bei den Gesellschaftern für den Wunsch jeweils eigene Integrationsbetriebe zu gründen. Bis heute hat jede der sechs Gesellschafter an ihren Stammsitzen seine eigene ecoverde Gesellschaft gegründet.

v.l.: Dr. Dorothee Freudenberg, Minister Alexander Schweitzer, Dirk Binnewies.

v.l.: Dr. Dorothee Freudenberg, Minister Alexander Schweitzer, Dirk Binnewies.

Zentrales Element dieser Erweiterung war die Gründung der ecoverde Service GmbH, bei der die Erfahrung über Gründung, Implementierung Fördermittelbeantragung für ein Integrationsunternehmen gebündelt wurde. Unternehmen haben in der Regel keine Kapazitäten frei, um sich mit dem Thema Integration oder gar der Gründung eines eigenen Integrationsunternehmens zu beschäftigen. Die neue Service-Gesellschaft gibt den Unternehmen nun die Möglichkeit sich auf ihr operatives Kerngeschäft zu konzentrieren, damit sie wirtschaftlich erfolgreich am Markt bestehen und damit die integrativen Arbeitsplätze sichern können. Die enge Anbindung der ecoverde-Betriebe an die „Mutterfirmen“ gewährleistet besonders in der Startphase eine sichere Grundauslastung, die Ihnen ermöglicht sich eigene Aufträge am Markt erarbeiten. Nach dem Motto „Kooperation macht stark“, wurde ein Marketingkonzept entwickelt. Gegenüber überregionalen Auftraggebern tritt ecoverde als Verbund auf (sechs Integrationsbetriebe in NRW mit über 30 Mitarbeitern), der in der Lage ist auch großvolumige Aufträge in der Freiflächenpflege zu übernehmen.

Das ecoverde-Konzept überzeugt, weil es aus der „Wirtschaft“ entwickelt wurde und weil es sich aus integrativer und aus wirtschaftlicher Sicht bewährt hat. Das Konzept aus dem Garten- und Landschaftsbau könnte auch auf andere Branchen übertragbar sein.

Die bag-if gratuliert den Preisträgern.