Mosaik-Services Berlin und Stadt Worms gewinnen Rudolf-Freudenberg-Preis 2011

Die Ehrung der Preisträger erfolgte durch Herrn Fuchtel (BMAS), Frau Freudenberg (Freudenberg Stiftung) sowie Herrn Baur (BAG IF) am 28.11.2011 im Rahmen der Jahrestagung der BAG IF und der FAF gGmbH in Leipzig. Der Preis erinnert an den Sozialpsychiater Dr. Rudolf Freudenberg, der von England aus der beruflichen Eingliederung psychisch Kranker entscheidende Impulse gab. Die jährliche Vergabe erfolgt durch die Freudenberg Stiftung (www.freudenbergstiftung.de) gemeinsam mit der BAG Integrationsfirmen an Projekte und Firmen, die sich in vorbildlicher Weise um die Integration von Menschen mit (psychischen) Behinderungen im Arbeitsleben bemühen.

Mit dem Wettbewerb 2011 wollten die Auslober die zunehmende Zahl von Projekten im Bereich der Übergangs aus den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) unterstützen, deren Ziel die Eingliederung von WfbM-Beschäftigten in Integrationsfirmen und damit in den allgemeinen Arbeitsmarkt ist. Der Wettbewerb 2011 ist Teil der Bemühungen, die Inklusion im Sinne der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung voranzubringen.

Teilnahmeberechtigt waren neben Integrationsfirmen auch WfbM sowie andere Akteure, die Lösungen entwickelt hatten, die auch Anderen als Vorbild dienen können.

Preisverleihung Rudolf-Freudenberg-Preis 2011

(von links:) Dr. Dorothee Freudenberg (Freudenberg Stiftung), Dr. Fritz Baur (1.Vors. BAG IF), Frank Jeromin (Geschäftsführer Mosaik-Services Integrationsgesellschaft), Georg Büttler (Bürgermeister Stadt Worms), Helmut Bauer (Projektleiter Stadt Worms) und Hans-Joachim Fuchtel (Parlamentarischer Staatssekretär im BMAS)

Die Mosaik-Services Integrationsgesellschaft, Berlin, hat bereits 1990 erstmals tarifliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der WfBM gewonnen und in Integrationsprojekten eingesetzt. Insgesamt wurden bis zum Juli 2011 42 Werkstattbeschäftigte aus Werkstätten in tarifliche Arbeits- und Ausbildungsplätze übergeleitet. Mosaik-Services betont, dass bei diesen Übergängen, das Instrument der Außenarbeitsgruppen/-plätze von herausragender Bedeutung für erfolgreiche Integrationen im allgemeinen Arbeitsmarkt ist.

Die Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber in den Werkstätten erfolgte durch den Begleitenden Dienst.

Mosaik-Services Integrationsgesellschaft bietet aktuell Arbeits- und Ausbildungsplätze in den Berufsfeldern: Gastronomie, Bäckerei, Naturkost , Gebäudereinigung, Maler-Lackierer und Bürodienstleistungen.
Mehr Informationen unter: www.mosaik-berlin.de

Die Stadt Worms hat mit dem Integrationsbetrieb Wormser Friedhöfe (,,lBF”) ein kommunales Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz gestartet, das sich auch für andere Kommunen zur Nachahmung anbietet. Umgesetzt wurde die Umwandlung des bestehenden Friedhofsbetriebs in einen Integrationsbetrieb. Innerhalb von zwei Jahren sollen 15 Menschen mit Behinderung eingestellt werden. Hier wird auch das rheinland-pfälzische Budget für Arbeit eingesetzt.

Die Arbeitsbereiche der neuen Mitarbeiter bestehen in der Grünpflege und der Unterhaltung der Grünanlagen auf den Friedhöfen der Stadt Worms sein. Es ist Ziel, in Zukunft die Pflege der Parkanteile auf den Friedhöfen mit einer größeren Regelmäßigkeit zu bearbeiten, um somit ein konstantes und gepflegtes Erscheinungsbild dieser Flächen zu gewährleisten.
Mit dem Konzept möchte die Stadt Worms – über die soziale Intention hinaus – einen Beitrag zum Inklusionsgedanken der UN-Charta für die Rechte behinderter Menschen leisten und sie in den allgemeinen Arbeitsmarkt integrieren.
Mehr Informationen unter: www.worms.de