Rudolf Freudenberg Preis 2010

Am 16. Dezember übergab der Bundesbehindertenbeauftragte der Bundesregierung Hubert Hüppe im Steinsaal der Bundesarbeitsministeriums den von der Freudenberg Stiftung ausgelobten Preis für besondere Innovationen im Bereich der Integrationsfirmen. Preisträger sind “diakonia Textil” aus München und “Anker Sozialarbeit” aus Schwerin.“Beide Träger haben in vorbildlicher Weise niedrigschwellige Arbeitsangebote im Bereich der Zuverdienst-Jobs entwickelt”, so der Behindertenbeauftragte. “Durch ihre Verankerung im Allgemeinen Arbeitsmarkt und der gleichberechtigten Beschäftigung von Menschen mit und ohne Behinderung erfüllen Sie schon heute beispielgebend die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention.”

D.Freudenberg, H.Hüppe, M.Kreis, J.Hink D.Freudenberg, H.Hüppe, M.Kreis und J.Hink (diakonia Textil)

Für die Freudenberg Stiftung spricht Dorothee Freudenberg ihre Anerkennung aus:”Was Sie alle mit Mut, Elan und Kreativität auf die Beine gestellt haben, verdient Anerkennung und Dank. Es macht deutlich, dass es über die zwei Preisträger hinaus weitere Initiativen gibt in einem Bereich, der wegen der dramatischen Zunahme der Frühinvalidität aufgrund psychischer Leiden enorm an Bedeutung gewonnen hat. Ihre Arbeit ist eine Ermutigung für andere, sich ähnlich zu engagieren”

D.Freudenberg., H.Hüppe, A.Fetsch, P.Baumotte D.Freudenberg., H.Hüppe, A.Fetsch und P.Baumotte (Anker Sozialarbeit)

In einem Fachvortrag unterstrich Prof. Dr. Erwin Seyfried die Bedeutung der Arbeit für Identitätsbildung und soziale Inklusion. “Alle Menschen mit psychischen Erkrankungen sind, auch wenn sie nur wenige Stunden in der Woche arbeiten können, Helden. Denn trotz des Hörens von Stimmen, trotz Depression und Angst sind sie in der Lage, die vielen kleinen und großen Entscheidungen zu, die für die Teilhabe so unabdingbar notwenig sind.” Den hierzu notwendigen Rahmen stellen die Zuverdienst-Angebote der Preisträger bestens bereit.

Die Rede von Dorothee Freudenberg: RedeDF-RFPreis2010